So lange her..........
das ich zum letzten Mal geschrieben haben und trotzdem kommts mir vor, als wars erst gestern.
Was hat sich geändert? Im Grunde nichts. Ich bin immernoch bei der TUI und darf mich stolz "schlechteste Azubine aller Zeiten" nennen. Ich hab immernoch keine Freunde in Nürnberg und bin im Grunde die meiste Zeit alleine. Aber ich habe zum ersten Mal soetwas wie Pläne für mein Leben:
- ich kann für niemanden arbeiten, ich kann niemandes Untergebene sein -> selbstständig machen, eigener Chef werden
- Laura und ich haben einen gemeinsamen Plan -> 1 Jahr Work & Travel in Australien
- ich mache meine Ausbildung fertig und arbeite danach 1 Jahr in meinem Beruf
Und ich habe noch etwas getan: Ich habe mich bei Kik als Aushilfe beworben, ein kleiner Nebenjob kann mir schließlich nix schaden. Bin mit dem Geld ja immer knapp. Am 07.03 fliege ich zu Isa nach England. Ich freue mich....(ich sage das, ohne dabei irgendwelche Emotionnen zu empfinden....man sagt es halt, aber ich bin gerade zu depressiv, um das zu fühlen)
Morgen muss ich wieder arbeiten, meine Chefin ist jetzt weg und morgen wird der erste Tag mit neuer Chefin. Ich hab ein wenig Angst. Aber wenigstens der Berufsschulblock ist um. Keine blöden Kommentare mehr ertragen =) zumindest nur noch von unseren Kunden. Schlechte Bewertungen wert ich irgendwie wegstecken. Die Hölle: Ein TUI Seminar naht. Feedbacktraining oder - übersetzt - Azubi wird fertig gemacht. Mag sein, man muss Kritik einstecken können, aber bei mir stellt sich die Sache halt ein wenig anders da. Ich bin psychisch krank und Kritik ist in etwa so, als drückt man mir ein Messer in die Hand. Diese Ausbildung ist nichts für labile Menschen. Und dieser Betrieb ist verachtend....menschenverachtend....dort wird man doch nur zum Arbeitsroboter gezüchtet.
Und wieder sitze ich hier und heule. Kaum ein Abend ohne Tränen. Kein Telefon, das mal klingelt. Kein Mensch, den es interessiert. Who cares?????
..............lass mich einfach....ich komm klar......man kann alleine leben, ganz alleine. Am 17. März hab ich in gewisserweise Jahrestag. Das war der Tag, an dem ich beschlossen habe, aufzugeben. Kein Theater mehr zu spielen, sondern mich einfach verkümmern zu lassen. Der Morgen, an dem ich aufgestanden bin und mir ganz sicher war, dass ich sterbe. An dem ich mich so tod gefühlt habe.....als ich im Bett lag und dachte: Es geht zu Ende.....und das schlimmste: Ich musste nichtmal weinen, ich konnte nichmal weinen
Und das ist nun fast ein Jahr her. Und ich lebe immernoch, ich bin nicht gestorben. Ich hab also überlebt....mich selbst überlebt. Ich hab mich ganz gut überlebt, glücklich bin ich trotzdem nicht. Ja, ich will schon leben. Aber es ist verdammt anstregend zu leben und heute, an diesem Tag, ist es zu anstregend für mich.
Heute überfordert es mich.........das Alleinsein und das Leben.......
novocaine....who still feels no pain